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Von Bad Wünnenberg zur Junioren Welt- und Europameisterschaft
DLRG: Finian Fuhr startet bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Südafrika, Paul Werneke vertritt Deutschland bei der Junioren-Europameisterschaft in Irland. Großer Erfolg für den Rettungssport in Bad Wünnenberg: Finian Fuhr ist für die Lifesaving World Championships 2026 in Südafrika nominiert worden. Der in der DLRG Bad Wünnenberg ausgebildete Nachwuchsathlet gehört damit zur deutschen Junioren-Nationalmannschaft und wird die Deutschland vom 2. bis 6. Dezember in Port Elizabeth vertreten. Die Nominierung wurde am 30. Juli bekannt gegeben. Für den jungen Rettungssportler ist die Nominierung der bisherige Höhepunkt einer erfolgreichen Saison. Zu den entscheidenden Qualifikationswettkämpfen gehörten der Junioren-Rettungspokal in Paderborn und am Lippstädter Alberssee, die Deutschen Ocean-Meisterschaften in Warnemünde sowie die Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Düsseldorf. Besonders überzeugen konnte Fuhr auf seiner Paradestrecke, den 100 Metern Retten mit Flossen. Bei dieser Disziplin schwimmen die Athleten zunächst 50 Meter mit Flossen, nehmen anschließend eine Rettungspuppe auf und schleppen sie bis ins Ziel. In persönlicher Bestzeit von 48,33 Sekunden gewann Fuhr den Wettbewerb. Mit dieser Leistung ist er derzeit der schnellste deutsche Junior auf dieser Strecke. Seine Vielseitigkeit stellte der Bad Wünnenberger aber nicht nur im Schwimmbecken unter Beweis. Auch auf dem Strand gehört er zu den besten deutschen Nachwuchsathleten. Bei der Premiere der Deutschen Ocean-Meisterschaften in Warnemünde (ehemals: DLRG CUP) sicherte sich Fuhr in der Juniorenklasse gleich zwei nationale Silbermedaillen. Sowohl im Beach Sprint als auch bei den Beach Flags wurde er Deutscher Vizemeister. Beim Beach Sprint legen die Athleten eine rund 90 Meter lange Sprintstrecke im tiefen Sand zurück. Bei den Beach Flags sind neben Schnelligkeit vor allem Reaktionsvermögen und Durchsetzungsfähigkeit gefragt. Die Sportler liegen zunächst mit dem Gesicht zum Boden und dem Rücken zur Laufstrecke. Nach dem Startsignal drehen sie sich um und sprinten zu den am Ende des Feldes aufgestellten Stäben. Da stets ein Stab weniger vorhanden ist als Sportler antreten, scheidet in jeder Runde ein Teilnehmer aus. Am Ende entscheidet ein direktes Duell über den Sieg. Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika wird Fuhr für die deutsche Junioren-Nationalmannschaft sowohl in Pool- als auch in Ocean-Disziplinen antreten können. Die Titelkämpfe der Nationalmannschaften werden alle zwei Jahre ausgetragen. Für Deutschland werden jeweils sechs Juniorinnen und sechs Junioren nominiert. Neben dem Wettbewerb der Nationen umfasst die Weltmeisterschaft auch Meisterschaften für Vereinsmannschaften. Während die Teilnahme an der Nationenwertung ausschließlich den nominierten Auswahlathleten vorbehalten ist, können sich Vereine für die Club-Wettbewerbe anmelden. Auch Paul Werneke für Deutschland nominiert Grund zur Freude gibt es in Bad Wünnenberg auch über die Nominierung von Paul Werneke. Der Nachwuchsathlet wurde für die deutsche Auswahl bei den Junioren-Freigewässer-Europameisterschaften nominiert. Die Titelkämpfe finden am 5. und 6. September im irischen Rossnowlagh statt. Werneke empfahl sich insbesondere mit seinen starken Leistungen in den Strandsprint-Disziplinen. Bei den Deutschen Ocean-Meisterschaften in Warnemünde belegte er im Beach Sprint den fünften Platz. Bei den Beach Flags erreichte er Rang sechs und bestätigte damit seine Zugehörigkeit zur deutschen Spitze. Der Rettungssport verlangt den Athleten eine ungewöhnlich große Vielseitigkeit ab. Neben den klassischen Schwimmbad-Disziplinen gehören Wettbewerbe im Meer oder in Seen zum Programm. Dabei kommen unter anderem Rettungsboards und spezielle Rettungskajaks, sogenannte Surfskis, zum Einsatz. Hinzu kommen Schwimm-, Staffel- und Sprintwettbewerbe am Strand. Seinen Ursprung hat der moderne Rettungssport in Australien. Dort nutzten Rettungsschwimmer die Wettkämpfe, um sich körperlich fit zu halten und auf ihre Einsätze in der Brandung vorzubereiten. Aus diesem Training entwickelte sich eine international betriebene Sportart, die Schwimmen, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und den sicheren Umgang mit Rettungsgeräten verbindet. Finian Fuhr und Paul Werneke trainieren weiterhin in Bad Wünnenberg und haben dort ihre grundlegende sportliche Ausbildung erhalten. Einen besonderen Anteil an ihrer Entwicklung hat Trainer Simon Laufkötter, der beide Athleten über viele Jahre begleitet und auf das nationale Spitzenniveau vorbereitet hat. Ihr Startrecht besitzen Fuhr und Werneke derzeit für die DLRG Gütersloh. Gemeinsam mit dem Gütersloher Team werden beide im Dezember nach Abschluss der Nationenwettbewerbe auch bei den Club- Weltmeisterschaften in Südafrika antreten. Damit stehen innerhalb weniger Monate gleich zwei Nachwuchssportler aus der Bad Wünnenberger Trainingsarbeit im Trikot der deutschen DLRG-Nationalmannschaft. Für die beiden Athleten, ihren Trainer und die DLRG Bad Wünnenberg ist dies eine besondere Anerkennung der jahrelangen Trainingsarbeit. Foto: Links Finian Fuhr und rechts Paul Werneke.



